"Die einzige Zeugin" von Anne Cassidy

Autor: Anne Cassidy
Verlag: Fischer
Seitenanzahl: 288
Preis: 14,99€
Kaufen? : Die einzige Zeugin

Als die 17-jährige Lauren zurückkehrt zu dem Haus, in dem sie als Kind Zeugin eines schrecklichen Verbrechens wurde, kommen plötzlich die Erinnerungen wieder. Unangenehme Bilder drängen sich in ihr Bewusstsein, und sie muss sich schließlich die Frage stellen, ob die Dinge damals wirklich so waren, wie sie immer geglaubt hatte …


Der Junge winkte ihr zu, als stünde er oben auf einem Schiff und sie unten am Kai. Aber er war nicht auf einem Schiff, er war im Schlafzimmer ihrer Eltern. Einem Zimmer, das sie gut kannte. Vor zehn Jahren war sie in diesem Zimmer gestorben und wieder ins Leben zurückgekommen.

Lauren Ashes Mutter und eine kleine Schwester wurden vor 10 Jahren von Laurens Vater Robert Slater ermordet. Lauren war die Einzige, die überlebte. Sie hat es mit angesehen. Sie hat vor dem Gericht ausgesagt und ihr Vater wurde zu lebenslänglich verurteilt. Jetzt besucht Lauren wieder das Haus, in dem es geschah. Das Haus in der Hazelwood Road, das so schreckliche Erinnerungen in ihr weckt.
 Und genau das soll sie tun. Sie muss sich alles wieder in Gedanken abrufen und auf einmal scheint nichts mehr zu sein, wie sie es gesehen hat.
In manchen Büchern gibt es wahre Schockmomente, bei denen man die Augen weit aufreißt und nicht glauben will, was man da eben gelesen hat. Dieses hier war eines von ihnen. Es schien von Anfang an alles ganz klar zu sein. Und plötzlich ... sitzt man entsetzt und erschrocken da.

Ich legte nicht allzu hohe Erwartngen an dieses Buch. Der Inhalt klang interessant, aber als ich es zuschlug hatte ich nichts das Gefühl, einen Psychothriller gelesen zu haben. Eher ein Buch über ein Mädchen, dass 10 Jahre lang ganz falsche Ansichten von einer bestimmten Sache hat und dann schmerzhaft mitbekommt, dass es ganz anders abgelaufen ist.
  Lauren tat immer genau das, was Andere nicht wollten, dass sie tat. Darüber konnte ich mich ernsthaft aufregen und wollte ihr am liebsten sagen, sie solle nicht immer so unhöflich sein. Obwohl das vollkommen verständlich war, wenn man bedachte, in was für Zuständen sie lebte.

Das Originalcover


Anne Cassidy schaffte es, einen immer wieder zu überraschen, was dafür sorgte, dass man sich kaum noch von den Seiten lösen konnte. Ich wollte unbedingt wissen, wie es für Lauren ausging und was genau vor 10 Jahren passiert war.
  Allerdings lief mir das Ganze ein wenig zu neutral ab. Ständig passierte das Gleiche, es gab kaum Abwechslung und hauptsächlich Laurens Erinnerungen boten die Spannung. Eigentlich schade, denn man hätte eine Menge aus der Idee herausholen können.
 
Das Cover kann ich mit der Geschichte nicht besonders gut in Verbindung bringen. Im Buch wurden nie schwarze Federn erwähnt und sie würden auch nicht besonders gut zur Handlung passen. Viel passender wäre ein Clownsgesicht oder ein Puppenhaus gewesen.

Fazit: Ein spannender Psychothriller, der meiner Meinung nach seinem Genre zwar nicht ganz gerecht wird, aber dennoch viel Lesefreude bietet. Mir fehlte hier bloß ein wenig die Abwechslung und das gewisse Etwas, dass ein Buch unglaublich macht. Durchaus empfehlenswert!



 4 von 5 Punkten

Weitere Bücher von Anne Cassidy:

- Looking for jj ("Wer ist Jennifer Jones?" Deutsche Ausgabe ebenfalls bei Fjb erschienen)
- Hidden Child
- Talking to strangers
- Missing Judy
- Love letters

und viele weitere ...

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